SHG LiLy Chemnitz

Selbsthilfegruppe für betroffene Frauen mit Lipödem / Lymphödem / Lipolymphödem


Das Lipödem

Bei einem Lipödem handelt es sich um eine Fettverteilsstörung. An einem Lipödem erkranken fast nur Frauen, da deren Gewebe anders strukturiert ist als bei Männern. Vermutlich liegt die Anlage für ein Lipödem bereits in den Genen der Betroffenen. Auslöser der chronischen Krankheit sind meist Hormonumstellungen im Körper, wie sie während der Pubertät, einer Schwangerschaft oder den Wechseljahren auftreten. Besteht die Krankheit bereits, kann es besonders dadurch wieder eine Verschlechterung der Symptome kommen.

Bei dem Lipödem lagern sich krankhaft vermehrte oder vergrößerte Fettzellen an bestimmten Körperstellen ab. An diesen betroffenen Stellen ist das Gewebe druck- und schmerzempfindlich und neigt sehr schnell zur Bildung von blauen Flecken. Die Fettansammlungen liegen, gerade zu Beginn der Krankheit, hauptsächlich vom Bauchnabel abwärts, als an Po, Hüften und den Beinen, später können diese auch an den Armen auftreten. Ein Lipödem, das sich über Oberschenkel- und Hüftbereich erstreckt, wird auch als „Reiterhosenphänomen“ bezeichnet.

Ein Lipödem betrifft immer beide Körperhälften symmetrisch, d. h. immer beide Beine und / oder Arme. Der Rumpf ist im Verhältnis zu den erkrankten Körperteilen meist relativ schlank. Deshalb macht es häufig den Anschein, als ob der Körper „falsch zusammengesetzt“ wäre, denn Beine und Oberkörper passen optisch nicht zusammen.

In seltenen Fällen können auch Männer an einem Lipödem erkranken. Dies kann infolge von hormonellen wirkenden Therapie, ausgeprägten Hormonstörungen oder als Folge einer schweren Lebererkrankung entstehen.

 

Die Stadien des Lipödems
 

Stadium 1
 

Feinknotige Hautoberfläche, umgangssprachlich Orangenhaut.
 

Stadium 2
 

Unebene Hautoberfläche. Knotenartige in verdickter Unterhaut
 

Stadium 3
 

Ausgeprägte Umfangsvermehrung mit überhängenden Gewebeanteilen